Warum habe ich mich für das Mathematik-Lehramt entschieden?
Der entscheidende Impuls kam bereits während meiner eigenen Schulzeit. Im Rahmen einer GFS (Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen) durfte ich zum ersten Mal eine Mathematikstunde selbst gestalten und unterrichten. Es war zum einen die Freude am Fach und zum anderen das Erklären vor der Klasse. Diese „Aha-Momente“ – wenn der Funke überspringt, das Interesse geweckt wird und die Lernenden stolz auf sich sind – genau diese Momente bestätigen mich bis heute in meiner Berufswahl.
Was fasziniert mich an der Mathematik besonders?
An der Mathematik schätze ich vor allem die klaren Strukturen und die logische Konsistenz. Besonders spannend wird es für mich jedoch dort, wo die Mathematik zur Sprache der Naturwissenschaften wird. Die Mathematik liefert das essenzielle Fundament, um unsere Umwelt zu verstehen und physikalische Phänomene präzise erklären und vorhersagen zu können. Ein Beispiel ist die Quantenphysik: Sie klingt zwar oftmals „mysteriös“, aber die mathematischen Vorhersagen aus der Theorie sind extrem exakt; sie konnten mit einer unglaublichen Anzahl an Nachkommastellen experimentell bestätigt werden. Diese Verbindung zwischen Theorie und Anwendung hat mich bis in meine Masterarbeit zur Polarisation begleitet. Um theoretische Vorhersagen über den Zustand des Lichts treffen zu können, spielt die lineare Algebra mit Matrizenrechnungen und Projektionen eine zentrale Rolle.
Ist ein Mathematikstudium für jeden meisterbar?
Ich bin fest davon überzeugt: „Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man das auch.“ Natürlich ist die Mathematik kein Spaziergang. Man braucht Interesse am Fach, Disziplin und muss bereit sein, viel Zeit und Energie zu investieren. Aber genau dieser Prozess ist wertvoll. Das Studium lehrt einen, dass man einen Berg, der am Anfang noch so groß scheint, bezwingen kann. Man lernt, strukturiert an Probleme heranzugehen, nicht aufzugeben und dass man gemeinsam viel weiterkommt als allein. Das Bearbeiten der wöchentlichen Übungsblätter und der Austausch über Unklarheiten in der Gruppe helfen dabei sehr. In diesem Zusammenhang kann ich jedem nur ans Herz legen, den Vorbereitungskurs direkt vor Studienbeginn zu besuchen. Es ist die perfekte Gelegenheit, Inhalte in einem entspannten Setting aufzufrischen. Viel wichtiger aber: Man knüpft erste Kontakte und baut sich ein Netzwerk auf, das einen oftmals durch das agesamte Studium trägt.
Laureen Dänzer M.Ed.
Absolventenpreis der Dr. Karl und Elisabeth Eisele Stiftung
für einen herausragenden M.Ed. Abschluss im Lehramt Mathematik und Physik