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SUMMARY:Den Geisterteilchen auf der Spur - Neutrinos auf der Waagschale von KATRIN
DESCRIPTION:\n\n\n\n \nDr. Kathrin Valerius\nKarlsruher Institut für Technologie KIT\nLeiterin Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe\n\n\n\nSeitdem sie im Jahr 1930 durch eine Hypothese des theoretischen Physikers Wolfgang Pauli Einzug\nin die Welt der Teilchenphysik hielten, galten Neutrinos als masselose und kaum nachweisbare\n"Geisterteilchen". Notorisch schwer in Detektoren einzufangen sind sie tatsächlich - jedoch wissen\nwir seit den Erkenntnissen der im Jahr 2015 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichneten\nNeutrino-Oszillations-Experimente, dass die Neutrinos doch eine Masse besitzen müssen. Diese ist\njedoch winzig klein im Vergleich zu den Massen anderer Teilchen, was den Wissenschaftlern Rätsel\naufgibt.\nMit dem KATRIN-Experiment entsteht derzeit am Karlsruher Institut für Technologie die genaueste\nTeilchenwaage der Welt, mit der ein internationales Forscherteam der Masse der Neutrinos endlich\nauf die Spur kommen will. Dazu benutzen die Wissenschaftler u.a. einen 24 m langen und 10 m\ndurchmessenden Edelstahltank unter Hochspannung, in dem außerdem Ultrahochvakuum herrscht. Dies ist\nnur eine von vielen technischen Herausforderungen, denen die Physiker begegnen müssen, um das\nRätsel der Neutrinomassen zu ergründen.\n\n\n\n\nZur Person\nDie Welt der Elementarteilchen und die moderne Astrophysik faszinieren Kathrin Valerius bereits\nseit ihrem Physikstudium an der Universität Bonn gleichermaßen. Ihr wissenschaftlicher Werdegang\nführte sie an die Schnittstelle dieser beiden Gebiete: die Astroteilchenphysik. Auf diesem jungen\nForschungsfeld widmete sie sich zwei ganz unterschiedlichen Themen: Bis hin zur Promotion, die sie\n2009 an der Universität Münster abschloss, wirkte sie mit am Design des KATRIN-Experiments zur\nMessung der Neutrinomasse. Als Postdoktorandin am Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP)\nerforschte sie danach beim H.E.S.S.-Experiment hochenergetische Gammastrahlung aus kosmischen\nQuellen wie Pulsaren, mit Forschungsaufenthalten in Namibia und am Laboratoire Astroparticule et\nCosmologie (APC) in Paris. Neben ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit engagiert sich Kathrin\nValerius auch leidenschaftlich bei der Vermittlung wissenschaftlicher Themen für die breite\nÖffentlichkeit. Seit 2014 ist sie zurück beim KATRIN-Experiment und leitet am Karlsruher Institut\nfür Technologie (KIT) eine unabhängige Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe, die sich vorrangig mit\nAnalyseaufgaben beschäftigt.\n\n\n\n&nbsp;
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