Fachbereich Mathematik

Outgoing - Auslandsstudium Mathematik

Informationen und Erfahrungsberichte zum Studieren im Ausland - Fachbereich Mathematik

Das Studium der Mathematik ist international ausgerichtet. Es gibt eine Vielzahl von individueller Programme z.B. des DAAD oder des Landes Baden-Württemberg.

Ausführliche Informationen zu Auslandsaufenthalten und Förderprogrammen finden Sie auf den Internetseiten des Büros für Internationale Angelegenheiten (IA) der Universität Stuttgart.

Ansprechpartner für das Erasmusprogramm am Fachbereich Mathematik ist
Prof. Dr. Carsten Scherer
.

Für administrative Fragen wenden Sie sich bitte an
Frau Elisabeth Schaettgen.

Interview mit Elisabeth Schaettgen mit Informationen zum Erasmusprogramm

 

ERASMUS-Programm

Das Hochschulprogramm ERASMUS fördert seit 1987 grenzüberschreitende Mobilität von Studierenden,  Hochschuldozenten und Hochschulpersonal in Europa.

Der Fachbereich Mathematik hat zahlreiche Kooperationen von Norwegen bis Spanien. Es stehen insgesamt 20 Plätze an internationalen Universitäten zur Verfügung.

Jedes Jahr nutzen Studierende der Mathematik das Angebot ein Semester oder auch länger an einer Universität im Ausland zu studieren. Besonders beliebt sind:

  • Universität Uppsala, Sweden
  • Universität Bergen, Norwegen
  • University of Limerick, Irland
  • und Universitäten in Paris und Grenoble.

Macht Lust auf einen Erasmus-Aufenthalt in Prag - die Empfehlung des Erasmus Incoming Studenten Thomas Nagy:
"Ich denke, dass der Erasmus-Aufenthalt in Prag auch eine sehr interessante Möglichkeit für die deutsche Studenten der Mathematik ist. Ich glaube, dass das Angebot der mathematischen Vorlesungen in Prag noch breiter ist als in Stuttgart. Der andere Vorteil ist, dass (fast) alle Mastervorlesungen auch auf Englisch angeboten sind – man muss die Professoren nur am Anfang (oder im Voraus) ansprechen und die werden meistens die Vorlesungen gerne auf Englisch führen."
Der komplette Erfahrungsbericht von Thomas Nagy

 

Für das akademische Jahr 2019/20 können wir nun keine Bewerbungen mehr annehmen.

Wenn Sie an einem Austausch im akademischen Jahr 2020/21 interessiert sind, empfehlen wir Ihnen, im Herbst an einer Gruppenberatung im IZ teilzunehmen. Bewerbungsfrist ist der 15. Januar 2020.

 

 

 

Ich habe das Wintersemester 2014/15 in Uppsala, einer kleinen Studentenstadt, verbracht. Gewohnt habe ich in einem Studentenwohnheim (1-Zimmer-Apartment) mitten im Stadtzentrum. Von dort waren es ca. 10-15 Fahrradminuten zur Universität. Ohnehin ist das Fahrrad das perfekte Fortbewegungsmittel, auch bei Schneefall. Aufgrund der hohen (auch internationalen) Studentenzahl in Uppsala ist es sehr einfach ein gebrauchtes Fahrrad bei Ankunft zu bekommen und bei Abreise weiterzuverkaufen.

Grundsätzlich sind Vorlesungen anders als an der Universität Stuttgart organisiert: Ein Semester besteht aus zwei Vorlesungszeiten mit (Teil-)Prüfungen bei Halbzeit. Vorlesungen sind unterteilt in 2x45 Minuten mit 15 Minuten Pause. Dies ist sehr angenehm, genau wie der sehr informelle Umgang mit den ProfessorInnen. Außerdem lassen sich Prüfungen einfach (nach vorheriger Absprache mit Stuttgarter ProfessorInnen) anrechnen.

Uppsala hat viele kleine Cafés und außerdem ist Stockholm sehr einfach per Bahn zu erreichen. Desweiteren hilft es ungemein, wenn man Schwedisch lernt/spricht/versteht. Ich habe schwedische KommilitonInnen eher als verschlossen kennengelernt, bis zu dem Moment indem man sie auf schwedisch anspricht und sich mit ihnen  unterhält.

Empfehlen würde ich, zwei Semester in Uppsala zu verbringen, da Winter und Sommer sehr unterschiedlich sind.

Andreas Hessenthaler
Studiengang im Gastland: Computer Science
Studiengang in Deutschland: M.Sc. Simulation Technology
Semester: 3. Mastersemester
Förderung: Erasmus

Neue Welten kann man auch außerhalb des Vorlesungssaals entdecken. Ich habe ein Jahr meines Masterstudiums im Ausland verbracht, in Bergen/Norwegen, im Rahmen des Erasmus+-Programms.

Die Mathematik hat die schöne Eigenschaft, dass sie in allen Ländern gleich ist. Sie verändert sich nicht mit der Kultur oder der Sprache. Daher hatte ich im Ausland keinerlei Probleme, Vorlesungen, die meinem Interesse und meinen Kenntnissen entsprachen, zu finden und die im Ausland abgelegte Prüfungsleistung an der Uni in Stuttgart anzurechnen.

Trotzdem blieb noch genug Zeit, das Land zu entdecken. Diese Zeit habe ich vor allem in den Bergen verbracht. Die norwegischen Berge bieten beeindruckende Möglichkeiten zum Wandern, man ist schnell mitten in der Natur, in welcher es außer allen möglichen Varianten von Grün, weiten Flächen, kristallklaren Bergseen und im Winter riesige Mengen von Schnee nichts außer ein paar wenige andere Mitwanderer gibt.

Nach einer solchen Wanderung ist der Kopf erneut frei, um wieder in die abstrakten Strukturen und interessanten Konversationen mit Mathematik-Studenten aus den verschiedensten Ländern der Welt einzutauchen. Da die Mathematik so international ist, sitzt man in der Vorlesung zusammen mit einheimischen Studenten sowie anderen Austauschstudenten. Die Vorlesungen regelmäßig zu besuchen ist also eine gute Möglichkeit, mit Mathematikern von überall in Kontakt zu kommen und zu erleben, wie diese arbeiten, lernen und leben.

Wie lautet Ihr Fazit und können Sie einen Auslandsaufenthalt empfehlen?

Ein Auslandsaufenthalt während des Studiums bietet die perfekte Möglichkeit, Neues über Mathematik zu lernen, das Leben und den Alltag in einem anderen Land zu erfahren, Mathematiker aus anderen Ländern zu treffen sowie genug Zeit, die Landschaft und Umgebung außerhalb der jeweiligen Unistadt zu erkunden. So viele Möglichkeiten zugleich werden selten wiederkommen. Daher empfehle ich auf jeden Fall, diese Möglichkeiten während eines Studiums zu nutzen!

Caroline Mattes
Masterstudentin Fachbereich Mathematik
Auslandsjahr Wintersemester 2017/18 und Sommersemester 2018

Als mich das Fernweh packte, beschloss ich von Januar bis Mai 2016 ein Semester in Limerick, der viertgrößten Stadt Irlands, zu verbringen. Da die Semesterzeiten sich leider nicht mit denen der Universität Stuttgart deckten, nutzte ich die Zeit davor und danach für je ein Praktikum. Die Organisation des Auslandssemesters lief durch die Erasmus-Partnerschaft mit der University of Limerick denkbar einfach ab und auch mein Platz im Studentenwohnheim Cappavilla war schnell ergattert. In Limerick belegte ich drei Mathematikmodule und zwei fachfremde Module mit jeweils 6 ECTS. Durch den ECTS-Unterschied musste ich zwei der irischen Module zusammen als ein 9 ECTS Modul anrechnen, ein fachfremdes Modul konnte ich als SQ gelten lassen, aber mehr war leider nicht möglich. Neben den ECTS haben sich auch Niveau und Unterrichtsform von Stuttgart unterschieden: Die Module in Limerick waren einfacher und haben weniger Eigenarbeit erfordert, das Verhältnis zu den Professoren war weniger distanziert und eine Anrede mit Vornamen üblich. Generell waren die meisten Iren sehr aufgeschlossen und interessiert, sodass man auch nach der Vorlesung gut ins Gespräch kam.

Durch das Buddy-Programm oder den Beitritt in Clubs und Societies ließen sich schnell Kontakt knüpfen, selbst wenn ich mir nach meiner Zeit im Lady’s Rugby Team eingestehen musste, dass meine Begabungen wohl eher in anderen Bereichen liegen. Speziell für ausländische Studenten gab es zusätzliche Angebote: Die International Society veranstaltete einmal pro Woche eine International Night im Studentenpub und am Wochenende Ausflüge durch ganz Irland. Besonders für Wanderer und Naturliebhaber hat das Land einiges zu bieten, mein Highlight war der Inch Beach auf der Halbinsel Dingle, einem, wenn man über den Temperaturunterschied hinwegsieht, karibisch anmutenden Sandstrand. Wen es in die Stadt zieht, dem bleibt Dublin mit den typischen Irish Pubs zu empfehlen, was per Bus in etwa zwei Stunden zu erreichen ist. Limerick selbst wird von den Iren auch als „Stab City“ bezeichnet, eine Namensgebung, die ich glücklicherweise nicht wirklich nachvollziehen kann. Wohlwollend ausgedrückt versprüht Limerick dennoch eher „rauen Charme“. Der Campus liegt jedoch außerhalb, wird vom River Shannon durchzogen und ist idyllisch angelegt, sodass ich mich während des Semesters sehr wohlfühlte.

Leider konnte ich zwar nicht ausfindig machen, ob man am Ende eines Regenbogens auf Gold stößt, sicher weiß ich jedoch, dass man am Ende eines Auslandsemesters in Limerick über Erfahrungen und Eindrücke verfügt, die ich nicht missen möchte.

Lina Baier
Studentin am Fachbereich Mathematik
Auslandssemester: Sommersemester 2016

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